Effi Mora

Dilemmata und Dilemmchen

17.03.2016

Fünf Minuten Meckern.

Es gibt so viele Dinge, von denen unser Gehirn täglich herausgefordert werden kann. Fragen «Wer steckt dahinter?» und «Was kann man dagegen tun?», moralische, weltpolitische, genderspezifische Rätsel. Tausende davon. Ist man ein Krieger der Fraktion «Aktion» hat man es etwas leichter, weil man sich mit konkreten, greifbaren Inhalten beschäftigt (Sticker gestalten, Sticker drucken, Unterricht geben, für andere kochen, raus gehen — Meinung kundtun). Ist man hingegen ein einsamer Ritter der (ausschließlich) Couch & Laptop-Abteilung, leistet man viel mehr und rädert seine Hirnrinde gnadenlos, bis diese völlig unbrauchbar wird. Es frisst viel mehr Energie, wenn man nichts von kleinen Schritten hält, sondern das Leid der ganzen Welt auf seinen klapprigen Schultern balanciert. Ich frage mich schon lange, ob diese zweiten, denen irgendwie alles abstrakt und generell weh tut und furchtbar ungerecht erscheint, spezielle Kalender über ihren Schreibtischen hängen haben, in die sie die Stunden eintragen, die sie täglich ableiden.
Wie dem auch sei, wir Hausfrauen taube Nüsse haben kein Interesse am Leid der Welt. Nein. Wir wollen uns nur mit so nem Kram wie Haushalt+Tier+ein bisschen «Seidenmalerei am Sonntag» beschäftigen. Allein das Tier bereitet uns schon genug Sorgen. Wie löst man z. Bsp. die knifflige, um nicht zu sagen teuflische Aufgabe, Hund und Staubsauger in Einklang miteinander zu bringen? Verdammt schwer ist das! Hund verliert Haare und verteilt sie überall in der Wohnung, Staubsauger sollte eigentlich helfen, macht aber dem Hund solche Angst, dass der Ärmste noch mehr Haare verliert, was die ganze Aktion ad absurdum führt. Absolut unlösbar!

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