Effi Mora

Es wird endlich ernst. Ernsthaft?

19.07.2016
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass Fräulein Primel eine Person ist, die sich gern von den simpelsten Dingen überfordern lässt, dabei jedoch zu fast allem eine Meinung hat. Eine Kombination, die alle anderen Figuren im Buch furchtbar unsympathisch finden würden, wenn da nicht Fräuleins unheilbare, an Slapstick grenzende Tollpatschigkeit wäre. Diese gleicht das wieder aus. Es ist schwer, von Jemanden aufgrund seiner Neunmalklugheit lange genervt zu sein, wenn dieser Jemand zum Beispiel nur die Hälfte seines rechten Beines rasiert hat und das linke komplett zugewuchert ließ, weil ihm das zu anstrengend wurde, weil die nassen Haare zu schwer waren, weil irgendwas von oben tröpfelte oder, schlicht und einfach, weil ihm mitten im Prozess des Rasierens die Sinnlosigkeit allen Tuns bewusst wurde und er sich lieber mit dem Lesen der Shampoo-Flasche abgelenkt hat.

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Ach übrigens!

29.04.2016
Unser Ratgeber ist übrigens seit fast einem Jahr draußen und wurde zum Beispiel in Thalia-Buchhandlungen gesichtet. Alle von mir befragten Eltern fanden es hilfreich bzw. interessant zu lesen. Auch so manche kinderlose Leser berichteten, es sei spannender als «Mord im Orient-Express» und sauge einen förmlich ein, trotz der gruseligen Bilder (sic!). Hehe. Die Bilder nehme ich auf meine Kappe. Der Text ist tadellos, weil die Autorin immense Erfahrung auf ihrem Gebiet hat.

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29.01.2016
Was, zum dicken Kaktus, ist denn ein Fräulein Primel? Ist es nun ein Kind oder eine Frau? Wenn das ein Kind ist, warum hat es solche, Verzeihung, Möpse? Und wenn das eine Frau sein soll, warum sieht sie so albern puppenhaft aus? Was soll denn dieses Flirten mit dem Kindchenschema? Nun ja, die Wahrheit ist - Fräulein Primel ist sowohl als auch bzw. weder noch. Und nein, das Fräulein kokettiert nicht im Geringsten mit dem lolitösen Klischee. Es ist vielmehr ein ähnliches Phänomen wie der Karlsson vom Dach, welcher ja behauptet, «ein Mann in den besten Jahren» zu sein, dabei jedoch kaum größer als ein Grundschulkind ist und sich vor allem nicht besonders erwachsen benimmt. So etwas gibt es machmal. Unsere inneren Kinder tragen wir alle in uns; bei dem Einen ist es stärker ausgeprägt, bei dem Anderen schwächer.

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Wie Bindung gut gelingt

27.09.2015
Das Baby ist da! Was kommt heraus, wenn eine sehr erfahrene, altruistische Psychotherapeutin eine arg verträumte aber motivierte Illustratorin ins Boot holt? Richtig. Eine spannende Reise! Dr. Ulrike Anderssen-Reuster - leitende Ärztin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie und erfolgreiche Autorin der Bücher zum Thema "Achtsamkeit", hat ein weiters Buch geschrieben. Dieses Mal ist es ein Ratgeber, der sich an Eltern richtet, die, jenseits der heilen Welt, versuchen, ihr Bestes zu geben. Häufig kommt es vor, dass die Startbedingungen nicht ideal sind, wenn ein Kind auf die Welt kommt, so manche Eltern werden von Gespenstern aus dem eigenen Kinderzimmer verfolgt, andere wiederum fühlen sich einfach noch nicht bereit und bei einigen sind es zuweilen psychische Erkrankungen, die den intuitiven Zugang zum natürlichen Prozess der Erziehung erschweren. Der Ratgeber "Wie Bindung gut gelingt" beinhaltet Psychoedukation, die dabei helfen soll, die Zusammenhänge und die eingefahrenen Verhaltensmuster zu erkennen, liebevoll zusammen gestellte Übungen für mehr innere Ruhe und Sicherheit im alltäglichen Umgang mit Kindern, viele freundliche und leicht anwendbare Tipps und Anregungen und nicht zuletzt die eine oder andere wichtige Adresse. Die von mir gestalteten Figuren bieten einen Einblick in unterschiedliche familiäre und soziale Situationen, indem sie schonungslos ehrlich ihre Probleme schildern und an konkreten Beispielen zeigen, wodurch sich die Bindung zum Positiven entwickeln kann.

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